Foto oben – Treffen des Team Suisse in Chur zur Vorbereitung der Ausstellungen: 
Stefan Moesel, Anya Katarina Sokolova-Gassner, Natascha Vallélian, Artemis Irenäus von Baste.

ffiche colorée de style Néo-folklorique pour l'exposition "Amitiés d'artistes" à la Galerie Les Koronin. On y voit des portraits stylisés d'artistes en pleine discussion dans un atelier, avec des blocs de couleurs vives orange, bleu et jaune.

Schönheit als Akt des Widerstands

Sie haben es sicherlich schon erraten – denn Sie haben einen scharfen Blick –, dass die Themen unserer Ausstellungen einen geheimen roten Faden haben. Im Jahr 2026 hat die Galerie Koronin beschlossen, Sie ganz nah an die Intimität der Künstler heranzuführen. Nachdem wir zuvor untersucht haben, wie sich der Künstler durch seine Objekte, seine Orte oder sein eigenes Gesicht darstellt, lüftet unsere Ausstellung im Juni den Schleier über sein Gefühlsleben.

Dieses Thema liegt uns umso mehr am Herzen, als sich vor unseren Augen eine wunderbare Zusammenarbeit zwischen mehreren unserer Residenzkünstler entwickelt hat: Hugo Eckener, Luca Hartmann, Valaine de Ranson, Ayla Woss, Isabelle Morin, Marie Isabelle, Vestara Psod, Stéphanie Perrot, Anja Dallenbach, Anya Katarina Sokolova-Gassner und Artemis Irenäus von Baste.

Am Tisch des Neo-Folklorismus

In diesem Sinne werden tiefe Verbindungen zwischen Frankreich (Paris), Deutschland (München), Österreich (Klagenfurt) und der Schweiz (Chur) hat sich diese Gruppe von Freunden im Laufe der Monate zur eigentlichen kreativen Triebkraft der Galerie entwickelt. Im Rahmen dieses leidenschaftlichen Austauschs entstand übrigens die malerische Bewegung des zeitgenössischen Neo-Folklorismus, die wir auf unseren Seiten stolz präsentieren.

So stärkt dieses menschliche Abenteuer nur noch mehr die wertvolle Beziehung, die die Galerie mit ihren Künstlern verbindet. Es ist eine Gruppe, die ganz natürlich entstanden ist – aus Gemeinsamkeiten und aus Liebe zur Kunst –, und wir hoffen von ganzem Herzen, dass sich weitere Künstler ihr anschließen, um diesen Briefwechsel und diese gemeinsamen Reisen fortzusetzen.

Die Künstler unseres Kollektivs

Genau im Sinne dieser Dynamik des Austauschs freut sich die Galerie, für diese Ausstellung im Juni Valaine de Ranson, Ayla Woss, Tupsa Katsiaryna Viatcheslavet und Hugo Eckener begrüßen zu dürfen.

 

🎨 Valaine de Ranson – Les amies modèles (Die vorbildlichen Freundinnen) 

Öl auf Leinwand

Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen des Ateliers. In diesem meisterhaften Werk entscheidet sich Valaine de Ranson, sich – im wörtlichen wie im übertragenen Sinne – zu offenbaren, indem sie sich selbst in den Mittelpunkt der Komposition stellt. Zudem umgibt sie sich hier mit zwei ihrer Freundinnen: Zu ihrer Rechten tauscht eine befreundete Malerin einen verschwörerischen Blick mit ihr aus, während auf dem Ledersofa ihr Modell Platz nimmt, um dieses durch Vertrauen verbundene Trio zu vervollständigen.

Menschliche Körper zeigen?
Indem sie den weiblichen Akt wählt, um das Thema „Künstlerfreundschaften“ zu veranschaulichen, hebt Valaine de Ranson die Filter des Alltags auf, um eine reine Intimität zu feiern. Zudem modelliert das durch das Dachfenster einfallende Licht die Körper und verleiht der Atmosphäre dieses kreativen Rückzugsortes eine warme Note. So spiegelt sich die Verbundenheit in jedem Pinselstrich wider, strahlt Menschlichkeit aus und bildet den perfekten Auftakt zu unserer Gemeinschaftsausstellung.

🗿 Ayla Woss – Die Tänzerin und die Konzertmusikerin

Bronze

Der Dialog zwischen den Künsten nimmt in dieser Bronzeskulptur von Ayla Woss auf wunderbare Weise Gestalt an. In diesem lebendigen Werk wollte die Künstlerin die Verbundenheit und die natürliche Komplementarität hervorheben, die zwei kreative Welten miteinander verbinden: die Welt des Tanzes und die Welt der Musik.

Zunächst erscheint uns die Tänzerin unbekleidet, ohne jeglichen Schmuck, in ihrer reinsten Form, da ihr eigener Körper ihr einziges Ausdrucksmittel ist. In Anlehnung daran zeigt sich die Konzertmusikerin, obwohl sie in ihr Bühnenoutfit gehüllt und ganz ihrem unsichtbaren Instrument gewidmet ist, ebenso von der Melodie durchdrungen, die sie beide mitreißt.

Eine einzige Schwingung?
So umarmen sich die beiden Figuren in einem gemeinsamen Schwung und beweisen, dass künstlerische Freundschaft die Grenzen der Disziplinen überschreitet, um eine einzige Schwingung zu bilden. Ein Werk, das perfekt mit dem Geist unserer Gemeinschaftsausstellung im Juni im Einklang steht.
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🎨 Tupsa Katsiaryna Viatcheslavet – Les trois arts (Die drei Künste)

Malerei

Fast als Fortsetzung der Skulptur von Ayla Woss präsentiert sich das Gemälde von Tupsa Katsiaryna Viatcheslavet als eine lebendige und farbenfrohe Hommage an den Dialog zwischen den Künsten. In dieser üppigen Komposition inszeniert die Künstlerin die unerschütterliche Verbindung zwischen Literatur, Malerei und Tanz in einem Ausbruch purer kreativer Freude.

Angesichts des Drucks der puritanischen Welt?

Tatsächlich steht dieses Werk in tiefem Einklang mit Tupsas Lebensphilosophie. Angesichts des Drucks einer industrialisierten und puritanischen Welt sowie der rasanten Entwicklung neuer Technologien entscheidet sich die Künstlerin dafür, Widerstand zu leisten, indem sie einen leidenschaftlichen Briefwechsel mit ihren kreativen Freundinnen pflegt. So drückt sich dieses Bedürfnis nach menschlicher Wiederverbindung auf der Leinwand aus: Man entdeckt dort drei weibliche Figuren – darunter einen erhabenen Akt, der den rohen körperlichen Ausdruck und den Tanz verkörpert –, vereint inmitten folkloristischer Elemente, Bücher und Musikinstrumente.

Darüber hinaus fangen die farbenreiche Vielfalt und die traumhafte Atmosphäre der Szene das Wesen der zeitgenössischen Neo-Folklore auf wunderbare Weise ein. Letztendlich ist dieses Werk eine Hymne an die Schwesternschaft und an die heilsame Langsamkeit des intellektuellen Austauschs und bildet einen unverzichtbaren Eckpfeiler unseres Juni-Themas.

🎨 Hugo Eckener – Portrait de la baronne von Baste (Porträt der Baronin von Baste)

Acrylfarbe

Zum Abschluss dieser immersiven Reise hat die Galerie die große Ehre, ein zutiefst intimes Werk zu präsentieren: das Porträt der Baronin Artemis Irenäus von Baste, gemalt von Hugo Eckener. Mit diesem leuchtenden Acrylgemälde auf Leinwand wollte der Künstler die unerschütterlichen Bande und die Verbundenheit, die das Kollektiv der Galerie vereinen, visuell zum Ausdruck bringen.

Obwohl dieses Porträt nach einer Fotografie entstanden ist, geht Hugo Eckener meisterhaft über eine bloße technische Reproduktion hinaus. Tatsächlich gelingt es ihm, das Wesen und die Persönlichkeit von Artemis Irenäus, die selbst eine versierte Malerin ist, mit erschütternder Treffsicherheit einzufangen. Nur das scharfe und wohlwollende Auge eines befreundeten Künstlers konnte eine solche Ausdruckswahrheit einfangen, die durch ein Spiel mit markanten Kontrasten zwischen der Lebendigkeit der Stoffe und der Gelassenheit des Blicks noch verstärkt wird.

Ein Versprechen?
So verkörpert dieses Werk ganz allein das Versprechen unserer Ausstellung im Juni. Letztendlich zeigt es, dass es bei der Kunst nicht nur um Technik geht, sondern vor allem um zwischenmenschliche Verbindungen und gegenseitige Bewunderung.

🤍  Vielen Dank für Ihre Treue und Ihr Engagement

Abschließend möchte das gesamte Team der Galerie Koronin Ihnen herzlich für Ihr Interesse und Ihre Treue zu unseren Projekten danken. Dank Ihrer Sensibilität und Ihrer Bereitschaft, diese Werke zu teilen, gewinnen diese „Künstlerfreundschaften“ ihre volle Bedeutung und reichen weit über die Mauern unseres Ateliers hinaus.

Ganz gleich, ob Sie ein treuer Besucher oder ein zufälliger Kunstliebhaber sind – Ihr Blick auf diese Werke ist für uns die schönste Belohnung. Wir hoffen, dass diese Reise ins Herz des zeitgenössischen Neo-Folklorismus und der künstlerischen Schwesternschaft Sie inspiriert hat. Zögern Sie also nicht, uns Ihre Eindrücke in einem Kommentar mitzuteilen oder uns direkt in der Galerie zu besuchen, um diesen wertvollen Dialog fortzusetzen.
Wir freuen uns darauf, Sie bei unseren nächsten kreativen Veranstaltungen begrüßen zu dürfen!

Natascha Vallélian – Team Schweiz.

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