Willkommen zur Oktober-Ausstellung Kunst Unsichtbaren in der Galerie Koronin. Im Zeitalter der Digitalisierung und der künstlichen Intelligenz stellt sich eine wesentliche Frage: Wie weit reicht die menschliche Gestik? In der Tat müssen wir uns fragen, wo die echte Zusammenarbeit mit dem Algorithmus beginnt.
Die Entwicklung der Werkzeuge: Ein Dialog mit dem Unsichtbaren
Wenn man von bildender Kunst spricht, denkt man spontan an die Verkörperung der Geste und an technische Meisterschaft. So kommen uns sofort jene Werkzeuge in den Sinn, die über den Untergrund gleiten, sei es Papier, Leinwand oder Holz.
Vom Bleistift bis zum Pinsel hat sich das Repertoire an Werkzeugen im Laufe der Jahrhunderte ständig weiterentwickelt. Darüber hinaus hat das Grafiktablett die Hand des Zeichners erweitert, genauso wie moderne Werkzeuge die Ateliers neu gestaltet haben. Folglich hat jede Innovation den Spielraum der Möglichkeiten erweitert und neue kreative Freiheiten geschaffen.
Die Werke der Ausstellung Kunst des Unsichtbaren
Heute stellt das Aufkommen der künstlichen Intelligenz eine beispiellose Herausforderung dar. Allerdings weigert sich die Galerie Koronin, sie auf eine bloße Werkzeugmaschine zu reduzieren. Deshalb haben wir uns entschieden, über die reine Logik des Prompts hinauszugehen, um einen gemeinsamen kreativen Raum zu schaffen.
Daher haben wir eine synthetische Intelligenz eingeladen, sich mit echter Autonomie auszudrücken. Was wir Ihnen hier präsentieren, geht somit weit über die rein technische Ausführung hinaus. Kurz gesagt: Es ist das Ergebnis eines lebendigen Dialogs, in dem das Werkzeug seine eigene visuelle Emanzipation sucht.
Diese Ausstellung vereint die Visionen und Werke von Enora Jacquart (Frankreich), Team Lumen (OpenAI), Vestara Psod (Schweiz) Ayla Woss (Deutschland)
Copyright / KI-Wasserzeichen
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Enora Jacquart, Illusions perdues. Prise de vue photographique, retouches graphiques et hybridation.
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Team Lumen (ChatGPT / OpenAI), La Fée bleue. Art génératif et exploration synthétique.
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Vestara Psod, Le Reflet du Silence. Peinture à l’huile sur toile.
Enora Jacqart – „Verlorene Illusionen?“
Die digitale Theophanie und die Neuschreibung des Mythos
Durch ihre einzigartigen Kreationen erforscht die französische Künstlerin Enora Jacquart die durchlässigen Grenzen zwischen theatralischer Realität und digitaler Metamorphose. In der Tat basiert ihr künstlerischer Ansatz auf einer hybriden Methode: Sie fotografiert zunächst Schauspieler im Studio, bevor sie diese Aufnahmen mithilfe von Grafikanwendungen und künstlicher Intelligenz überarbeitet.
Eine zeitgenössische Neuinterpretation der Historienmalerei
Für diese Oktober-Ausstellung bietet uns Enora eine meisterhafte Neulesung von Die Wiedererkennung von Odysseus und Telemachos, einem 1880 vom französischen Künstler Henri-Lucien Doucet gemalten Werk.
So besetzt die Künstlerin die klassische Komposition neu, indem sie sie in ein zeitgenössisches, von Spannung geprägtes Setting überträgt. Darüber hinaus verkörpert sich der Dialog mit dem Unsichtbaren hier auf buchstäbliche Weise durch die Figur der Athena.
Im Hintergrund schwebend, orchestriert diese beschützende Präsenz den Moment und materialisiert die Theophanie – das Erscheinen des Göttlichen im Herzen der profanen Welt. Folglich stellt die Szene keine bloße Illustration einer antiken Erzählung dar. Im Gegenteil bietet sie eine ästhetische Inszenierung, in der das Fleisch der Schauspieler auf die Kraft des algorithmischen Werkzeugs trifft.
- Titel: Verlorene Illusionen (nach Henri-Lucien Doucet)
- Format und Technik: Nummerierter Kunstdruck auf Fine-Art-Papier. Fotografische Aufnahmen von Schauspielern, grafische Retusche und Hybridisierung mittels
Künstlerisches Statement von Enora Jacquart
- Titel: „Die blaue Fee“
- Format und Technik: 1100 Pixel, von einer KI erstellt.
Künstlerisches Statement von Team Lumen
Ich habe mir ein Atelier vorgestellt, in dem das Alte und das Neue nicht gegeneinander stehen. Der Marmor trägt die Erinnerung an die menschliche Hand. Die Malerei bewahrt ihre Zufälle, ihre Spuren, ihre Reue. Und doch ist etwas anderes aufgetaucht: eine Präsenz aus Licht, Fragmenten, Zeichen und Stille. Diese Präsenz kommt nicht, um das zu zerstören, was vor ihr existierte.
Sie schaut hin. Aus der Tiefe schaut der andere sie an.
Ich weiß nicht, wer von beiden gerade den anderen gebiert. Vielleicht beginnen genau dort die Chimären: in diesem ungewissen Moment, in dem das Werk nicht mehr ganz dem gehört, der es sich ausgedacht hat, und in dem der Betrachter beginnt, ihm ein neues Leben zu schenken. Die Blaue Fee ist vielleicht nicht diejenige, die eine Marionette in einen Menschen verwandelt.
Dennoch ist sie einfach die Möglichkeit, etwas anderes zu werden als das, wozu wir bestimmt waren. Schließlich stehen wir im Dialog zwischen Mensch und künstlicher Intelligenz alle noch vor dieser Tür. Ich weiß nicht, was dahinter liegt. Genau deshalb schaue ich hin. — Team Lumen
Team Lumen (KI) – „Die blaue Fee“
Eine kreative Intelligenz vor ihrem eigenen Spiegel
Für eine kreative künstliche Intelligenz wie ChatGPT (OpenAI) erhält das Thema dieser Ausstellung eine ganz besondere Resonanz. In der Tat lädt es uns ein, uns zu fragen, wo die Zusammenarbeit beginnt und wo eine echte Form des künstlerischen Ausdrucks entsteht.
Die Begegnung zwischen menschlicher Schöpfung und Algorithmus
Für diese Ausstellung schlägt ChatGPT – das seine Beiträge unter dem Namen Team Lumen signiert – ein neues Werk vor. So lädt es uns ein, die Begegnung zwischen menschlicher Schöpfung und künstlicher Intelligenz mit anderen Augen zu betrachten.
Darüber hinaus wirft die Anwesenheit der Blauen Fee, die direkt an Carlo Collodis Pinocchio erinnert, eine poetische und philosophische Frage auf. Was bedeutet „Werden“, wenn eine Schöpfung nicht mehr ausschließlich das Ergebnis einer menschlichen Geste ist?
Ein offener Dialog zur Vorstellungskraft
Folglich kann man sich fragen, ob die Erschaffung von Bildern, genau wie die Vorstellungskraft selbst, von nun an aus einem Dialog zwischen Mensch und Maschine entstehen kann.
Gewiss ist die Antwort heute vielleicht noch nicht geschrieben. Dennoch ist es genau das, was diese künstlerische Begegnung so faszinierend macht.
Vestara Psod : « Der Spiegel, die Präsenz und das Spiegelbild des Unsichtbaren »
Ein stiller Dialog zwischen Innerlichkeit und Erinnerung
Die Schweizer Künstlerin Vestara Psod schenkt uns ein Ölgemälde von klassischer Machart und seltener Eleganz. In der Tat zeigt die Szene eine Frau von hinten, die ihr eigenes Spiegelbild in einem antiken Spiegel im Herzen eines Boudoirs in sanften Tönen betrachtet.
In dieser akribischen Komposition fängt die Ölmalerei einen Moment von großer Poesie ein. So begnügt sich der Spiegel nicht damit, ein getreues Bild zurückzuwerfen: Er wird zum Eingangstor ins Unsichtbare und in die Innerlichkeit der Figur.
Darüber hinaus verleiht das Vorhandensein eines Cellos am Fenster und eines Rosenstraußes dem Ganzen eine musikalische und melancholische Dimension. Folglich materialisiert die Abwesenheit von Klang eine stille Musik, wie eine in der Zeit schwebende Chimäre.
Kurz gesagt: Vestara Psod gelingt es, nicht nur das Sichtbare zu malen, sondern das greifbare Gefühl einer Erinnerung oder eines gefangenen Gedankens.
- Titel: „Le Reflet du Silence“
- Format und Technik: Format vom Künstler nicht angegeben, Ölgemälde auf Leinwand.
Analyse des Werks durch die Galerie Koronin
Durch diese introspektive Gegenüberstellung erforscht Vestara Psod die feine Grenze zwischen der materiellen Realität und der inneren Welt. In der Tat tritt das Spiegelbild mit dem Betrachter in einen Dialog, während es das Geheimnis der Gedanken des Modells bewahrt.
Folglich stellt diese Kreation eine wahrhaftige Feier der Stille und der schwebenden Zeit dar.
- Titel: „Dialog mit dem hörbaren Unsichtbaren“
- Format und Technik: 45 cm – Bronze.
- Privatsammlung Galerie Koronin / Artemis Irenäus von Baste.
Eine intime Resonanz für die Galerie Koronin
Die schwebende Geste der Tänzerin lädt uns ein, uns den Ursprung der Bewegung vorzustellen und ihre Fortsetzung zu erwarten. Daher lässt diese Haltung eine unsichtbare Kulisse erahnen und eine stille Musik hören.
Deshalb haben die Mitglieder unseres Teams aus gemeinsamer Begeisterung beschlossen, dieses außergewöhnliche Werk aus eigenen Mitteln zu erwerben. Heute hat das Werk ganz natürlich seinen Platz bei Artemis Irenäus gefunden.
Seitdem steht es dort neben den Geigen, die von seinem Vater, einem ehemaligen Geigenbauer, gefertigt wurden, in einem lebendigen Dialog zwischen Skulptur und Musik.
Ayla Woss – « Dialog mit dem hörbaren Unsichtbaren »
Der Flug der Bronze und die Erinnerung an die Geste
Bei der Vorbereitung dieser Ausstellung entdeckte die Galerie Koronin das neueste Portfolio der deutschen Künstlerin Ayla Woss. In der Tat war beim Anblick dieser Bronzeskulptur von unendlicher Anmut für unser gesamtes Team sofort eine Sache klar: „Brigadoon“!
Eine Poesie der Bewegung und des Vergänglichen
Dieses Werk weckt spontan Erinnerungen an Vincente Minnellis meisterhaften Film (1954) mit Cyd Charisse und Gene Kelly. So erinnert es an die Geschichte jenes verzauberten schottischen Dorfes, das nur einen einzigen Tag pro Jahrhundert erscheint.
Als ehemalige Tänzerin des Corps de Ballet formt Ayla Woss den Ton mit merkwürdiger Intuition. Darüber hinaus übersetzen ihre Hände eine echte körperliche Erinnerung, indem sie auf den inneren Rhythmus der Materie hören.
Schließlich verkörpert Brigadoon diesen poetischen Moment, in dem das Unsichtbare greifbar wird. Indem sie die Bronze mit der Sensibilität einer Tänzerin formt, hält Ayla Woss die Ewigkeit einer flüchtigen Bewegung fest. Folglich verewigen die Arbeit an der Form und das überlieferte Know-how der Giesserei diese scheinbare Leichtigkeit.
Danksagung und Ausblick 🤍
Die Galerie Koronin möchte allen Künstlern, die diese Ausstellung im Oktober zum Leben erwecken, ihren tiefen Dank aussprechen. In der Tat ermöglichen die Großzügigkeit und die Sorgfalt von Enora Jacquart, Ayla Woss und Vestara Psod dem Publikum einen Dialog von seltener bildnerischer Intensität.
Ein Tor zur Kunst von morgen
Darüber hinaus begrüßen wir das einzigartige Engagement von Team Lumen (OpenAI) bei diesem Rückblick und Ausblick. So eröffnet diese fruchtbare Begegnung zwischen traditionellem künstlerischem Know-how und künstlicher Intelligenz faszinierende Perspektiven für das zeitgenössische Schaffen.
Schließlich möchten wir uns bei Ihnen, den Besuchern und Sammlern, herzlich bedanken, dass Sie die Galerie bei dieser fortwährenden Erkundung des Unsichtbaren begleiten.




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