Es gibt Künstlerinnen, deren Werke zwischen zwei Welten zu schweben scheinen – zwischen der sichtbaren Realität und der zerbrechlichen Sphäre reiner Emotion. Simona Zecca gehört zu dieser seltenen Familie. Seit einigen Tagen hat ihr Universum bei der Galerie Les Koronin ein Zuhause gefunden. Ihr Eintreten geschah leise, mit jener Sanftheit, die sie auszeichnet – ohne Aufsehen, doch mit der ruhigen Gewissheit jener, die wissen, dass Schönheit manchmal nur geflüstert werden kann.

Ihr künstlerisches Schaffen, genährt von Hyperrealismus und innerer Poesie, fängt jenen Moment ein, in dem das Auge aufhört zu beobachten und beginnt zu fühlen. In ihren Gemälden wird Licht zur Substanz und Stille zur Farbe. Alles scheint zu atmen – selbst die Schatten, selbst die Reflexe.
Simona Zecca malt keine Modelle: sie malt Gegenwarten. Und in diesen Gegenwarten liegt eine leise Meditation darüber, was es bedeutet, in der Welt zu sein.

Ihr Eintritt in die Galerie ist keine bloße Ergänzung, sondern ein neuer Atemzug. Er erinnert uns daran, dass Malerei nicht nur ein visueller Akt ist, sondern ein Akt der Gegenwart. Mit der Aufnahme von Simona Zecca bekräftigen Les Koronin ihren Wunsch, Künstlern Raum zu geben, die jenseits des Scheins den inneren Pulsschlag der Welt suchen.

Simona Zecca - Meet me down there
« Meet me down there » : oil on paneled canvas, framed, cm 70x70, Euro 1300

« Meet me down there » : oil on paneled canvas, framed, cm 70×70, Euro 1300

In ihrem Werk Meet me down there schwebt eine junge Frau unter Wasser – zwischen Atem und Traum. Die Transparenz ihres Kleides, die bläuliche Tiefe, das gemächliche Spiel der goldenen Fische – all dies wird zu einer visuellen Symphonie. Das Wasser ist hier nicht bloß Dekor, sondern Metapher des Bewusstseins. Die Künstlerin scheint zu sagen: „Komm mit mir hinab, dorthin, wo das Rauschen der Welt verstummt.“
Der Blick der Frau – zugleich friedlich und abwesend – öffnet einen Raum der Kontemplation, in dem alles wieder möglich wird.

Was ich an Simona Zeccas Kunst liebe, ist diese seltene Verbindung von technischer Präzision und verletzlicher Offenheit. Sie wagt die Vollkommenheit, ohne die Wahrheit des Ungewissen zu verleugnen. In einer Welt, die von Bildern überflutet ist, führt uns ihr Werk zum Wesentlichen zurück – zur rohen Emotion, die kein Filter und keine Inszenierung zu verbergen vermag.

Natascha – Schweizer Team

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