Ein Gemälde als Zufluchtsort
Die Kunst von Tupsa Katsiaryna Viatcheslav ist eine unmittelbare Einladung zur Besinnung.
In ihren Werken ist die Natur nicht nur bloßer Hintergrund. Sie wird zu einem lebendigen, fast schon heiligen Raum, in dem jedes Element von einer stillen Präsenz beseelt zu sein scheint.
So entfalten seine von Sonnenlicht durchfluteten Gemälde üppige Gärten.
Glitzernde Teiche, Seerosen, Blumen in leuchtenden Farben: Alles trägt dazu bei, eine schwebende, zeitlose Atmosphäre zu schaffen.
Eine freie und gelassene Weiblichkeit
Im Zentrum dieses Universums nimmt die weibliche Figur einen zentralen Platz ein.
Die Künstlerin malt Frauen in Momenten der Ruhe, der Freiheit und der Kontemplation. Sie posieren nicht: Sie existieren einfach.
So entsteht eine subtile Harmonie zwischen dem Körper und der umgebenden Natur. Die Frau dominiert die Landschaft nicht. Sie ist Teil davon. Sie findet darin eine Art Gleichgewicht, fast schon eine Selbstverständlichkeit.
Ein Dialog zwischen den Epochen
Hinter dieser scheinbaren Sanftheit verbirgt sich jedoch eine tiefere Bedeutung.
Tupsa Katsiaryna Viatcheslav spielt mit verschiedenen Zeitebenen.
In einem Bühnenbild, das an traditionelle slawische Märchen erinnert, fügt sie zeitgenössische Elemente ein. So dient eine bunte Luftmatratze als Unterlage für ein fein besticktes Kostüm. Dieser Kontrast wirkt niemals ironisch. Er ist zart, fast schon verschmitzt.
Die Künstlerin versucht nicht, die Epochen einander gegenüberzustellen. Sie bringt sie in einen Dialog.
Eine Ästhetik zwischen Malerei und Illustration?
Das Werk von Tupsa Katsiaryna Viatcheslav bewegt sich an der Schnittstelle mehrerer visueller Ausdrucksformen.
Zwischen Malerei und Illustration zeichnet sich ihr Stil durch eine besondere Freiheit aus.
Bei unserem Künstler sind die Formen klar erkennbar, die Farben kräftig und die Komposition sorgfältig durchdacht. Diese einzigartige Herangehensweise verleiht seinem Werk eine starke, auf den ersten Blick erkennbare Identität.
Eine geduldige Begegnung
Wie Sie sich vielleicht erinnern, fand unsere Begegnung mit der Künstlerin im Jahr 2024 während eines Aufenthalts in Saint-Valery-sur-Somme statt.
Es war Liebe auf den ersten Blick. Und doch dauerte es fast zwei Jahre des Austauschs, bis Tupsa Katsiaryna Viatcheslav sich bereit erklärte, der Galerie beizutreten. Die Künstlerin hatte Zweifel. Sie stellte sich Fragen zur Rezeption ihrer Arbeit, zum Platz ihres Stils und zu bestimmten Erfahrungen aus der Vergangenheit, insbesondere im Zusammenhang mit der Darstellung des Körpers.
Angesichts dieser Unentschlossenheit war unsere Antwort damals ganz einfach:
« Wir versuchen es einfach mal. »
✍️ Redaktion: Team Lumen – Galerie Les Koronin
Tupsa Katsiaryna Viatcheslav, in seinem ganz persönlichen Paradies: der Natur.
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La Lecture au fil de l’eau, dérive moderne – Acrylique sur toile – 2025
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Le thé au jardin – Acrylique sur papier – 2024
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