Im März 2026 lädt Sie die Online-Kunstgalerie zu einer einzigartigen Begegnung ein.
Ein Selbstporträt ist niemals eine triviale Geste: Es ist ein Akt des Mutes, wenn ein Künstler sich bereit erklärt, sich selbst zu begegnen, um sich besser zu verstehen. In einer Gesellschaft, die ständig danach strebt, zu klassifizieren und zu kategorisieren, sorgen Selbstporträts für Nuancen und bestätigen, dass ein Mensch niemals auf eine einzige Kategorie beschränkt werden kann. Entdecken Sie, wie unsere Künstler diesen Spiegel nutzen, um kein statisches Bild, sondern eine echte innere Schwingung zu vermitteln.
Die Kühnheit eines französisch-schweizerischen künstlerischen Abenteuers

In der Galerie France-Suisse Les Koronin haben wir schon immer etwas waghalsige Unternehmungen geliebt. War es nicht vor der Küste von Bonifacio, auf rauer See, wo 2015 die Idee zu diesem Abenteuer geboren wurde? Wir scheuen uns nicht, Risiken einzugehen.

Als wir beschlossen, monatliche Themenausstellungen anzubieten, erschien es uns nur natürlich, unsere Künstler auf eine andere Art und Weise einzubeziehen: Da wir über sie sprechen wollten, warum sollten wir sie nicht bitten, sich selbst zu präsentieren?

Die Herausforderung der Selbstdarstellung: jenseits des einfachen Gesichts
Ein Selbstporträt besteht nicht nur darin, Gesichtszüge wiederzugeben. Es ist ein intensiver Dialog mit sich selbst und mit der Kunstgeschichte. Fünf unserer führenden Künstler haben sich dieser Herausforderung gestellt:

  • Hugo Eckerner
  • Ayla Woss
  • Vestara Psod
  • Artemis Irenäus of Baste
  • Isabelle Morin

Für Artemis Irenäus ist das Selbstporträt bereits vertrautes Terrain, während es für andere eine neue Entdeckungsreise ist. Jedes einzelne vermittelt eine Präsenz, eine Spur, einen Moment des Bewusstseins. Die Künstlerin sagt still: „Hier bin ich“, ohne jemals den Anspruch zu erheben, sich selbst zusammenzufassen.

Ein Fenster zur zeitgenössischen Kunst

Wenn ich mich selbst nicht in diese Auswahl einbeziehe, dann deshalb, weil die Galerie kein Spiegel ist, der die Person widerspiegelt, die sie organisiert. Sie ist ein Fenster.

Es ist eine Öffnung, die sich dem Blick, den Zweifeln und Behauptungen der Schöpfer bietet. Wenn Sie diese Werke betrachten, mögen Sie nicht auf erstarrte Figuren stoßen, sondern auf Wesen, die sich im Entstehen befinden. In der Wendung eines gemalten Blicks erkennen Sie vielleicht etwas von sich selbst wieder.

Philippe Morin Koronin

Image de présentation de l'exposition sur l'autoportrait, galerie d'art Koronin.

Hugo Eckener: Selbstreflexion und Klarheit

Die Intimität eines Raums zum Nachdenken
In diesem Selbstporträt setzt Hugo Eckener auf Schlichtheit. Er inszeniert sich nicht in einer spektakulären Kulisse, sondern in seinem eigenen Raum der Besinnung: zwischen einem Bücherregal, einem Schreibtisch und einem Fenster mit Blick auf die Landschaft. Das von der Seite einfallende natürliche Licht umspielt sanft sein Gesicht. Diese Klarheit dramatisiert nichts, sondern unterstreicht lediglich die Atmosphäre der Introspektion und Ruhe.

Eine besonnene und intellektuelle Präsenz

Der Künstler sitzt in einer entspannten, aber selbstbewussten Haltung und versucht nicht, Eindruck zu schinden. Sein ruhiger Blick suggeriert eher Nachdenklichkeit als Selbstbewusstsein. Warme Farbtöne – tiefe Brauntöne, Ocker und beruhigende Blautöne – hüllen die Szene in eine sanfte Nostalgie und verstärken den Eindruck von Stabilität und Reife. Nichts ist übertrieben, alles ist ausgewogen.

« Hier bin ich, so wie ich mich selbst sehe. »

Die Behauptung einer stillen Präsenz
Im Rahmen unserer Ausstellung im März 2026 erinnert uns Hugo Eckener daran, dass sich selbst darzustellen nicht unbedingt bedeutet, alles über sich preiszugeben. Manchmal geht es einfach darum, eine stille Präsenz zu behaupten: die eines Künstlers, der sich selbst gegenübersteht, in der Kontinuität seines Schaffens.

Besuchen Sie die Seite von Hugo Eckener

Vestara Psod: Der Workshop als Spiegel der Seele

Eine doppelte Identität: Künstlerin und Handwerkerin
In diesem Selbstporträt öffnet Vestara Psod die Türen zu ihrem Atelier. Hängende Geigen, Werkzeuge und Holzspäne umgeben die Künstlerin. Mit ihrer Geige in der einen Hand und ihren Pinseln in der anderen offenbart sie ihre doppelte Identität: Musikerin und Malerin. Hier treten Klang und visuelle Kreation in einen stillen Dialog, wobei beide in perfekter Balance aufeinander reagieren.

Die Gelassenheit von Bewegung und Zeit
Sein leichtes Lächeln schafft sofort ein Gefühl der Nähe und lässt auf eine Gelassenheit schließen, die er sich durch jahrelange Übung angeeignet hat. Die Instrumente und Materialien erinnern uns daran, dass Kunst aus präzisen Gesten und Respekt vor der Tradition entsteht. Der Spiegel, der diskret im Hintergrund platziert ist, bereichert unsere Interpretation des Werks: Er unterstreicht, dass das Selbstporträt ein ständiger Dialog zwischen dem Künstler, seinem Spiegelbild und dem Betrachter ist.
Der innere Workshop
Vestara Psod behauptet, dass sich selbst darzustellen auch bedeutet, die innere Werkstatt zu offenbaren, in der Werke entstehen. Sie malt sich nicht isoliert, sondern im Zentrum ihres Universums – sowohl als Erbin jahrhundertealten Fachwissens als auch als voll und ganz kreative Künstlerin.

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Ayla Woss: Das Selbstporträt in Bewegung

Skulptur als Spiegel der Geste
Für Ayla Woss ist die Darstellung der eigenen Person keine Frage der Gesichtszüge, sondern vielmehr eine Frage der Haltung gegenüber der Welt. Als ehemalige Tänzerin überträgt sie die Disziplin und Anmut des Körpers in Bewegung auf dieses Selbstporträt. Wir spüren die Spannung in der Bronze, die keineswegs erstarrt wirkt, sondern vor unterdrückter Energie zu vibrieren scheint. Es ist das Bild einer Frau, die nicht um Erlaubnis bittet, existieren zu dürfen, sondern sich durch Ausgeglichenheit und Risikobereitschaft behauptet.

Schwungkraft und Federung
In dieser Arbeit fängt Ayla genau den Moment ein, in dem sich Bewegung verändert. Wir finden hier die Suche nach dem Wesentlichen: eine Kurve, eine Kraftlinie, ein kontrolliertes Ungleichgewicht. Sich selbst zu offenbaren bedeutet für sie, die Verletzlichkeit der schwebenden Geste zu akzeptieren. Das Selbstporträt wird so zu einer Ode an das Leben, die das einfängt, was Virginia Woolf als den Fluss der Existenz bezeichnet hat.
Ein Dialog zwischen Kraft und Gelassenheit
Das gewählte Material – rohe Modelliermasse – sorgt für eine Solidität, die im Kontrast zur Leichtigkeit der Pose steht. Ayla Woss begnügt sich nicht damit, gesehen zu werden; sie füllt den Raum aus. Hier bietet sie uns eine intime Erzählung, in der die Gelassenheit des Gesichts auf die absolute Konzentration des Körpers in Aktion trifft.

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Artemis Irenäus von Baste: Das Selbstporträt als Akt der Freiheit

Eine durch die Kunst gewonnene Identität
Für Artemis Irenäus ist das Malen seit ihrer Zeit an der ENSBA in Paris ein grundlegendes Ritual. Weit entfernt von dem Schicksal als Anwältin oder Botschaftergattin, das ihre Mutter für sie vorgesehen hatte, entschied sich die Künstlerin für die Malerei, um ihr wahres Ich zu bekräftigen. Jedes Selbstporträt ist eine Antwort auf den Mangel an mütterlicher Zuneigung, eine Möglichkeit, sich selbst zu definieren und die Wunden der Vergangenheit zu heilen. Es ist ein intimes Zeugnis, das zugleich berührend ist und eine stille Kraft ausstrahlt.

Die Wärme der Freundschaft in der Schweizer Kälte
In diesem noch frischen Ölgemälde auf Leinwand heißt uns Artemis Irenäus in ihrem Zuhause willkommen, in ihrem schneebedeckten Garten in der Schweiz. Im hellen Winterlicht stellt sie sich selbst bei der Arbeit dar, eingehüllt in eine weiße Daunenjacke, vor ihrer Staffelei stehend. Im Hintergrund sehen wir ihre treue Freundin Natascha Vallélian in ihrer goldenen Jacke. Diese diskrete Präsenz verwandelt das einsame Selbstporträt in eine Feier der Freundlichkeit und erneuerten Freundschaft.
Ein laufendes Projek
Die Technik ist lebendig, die Pinselstriche der Ölfarbe fangen die Brillanz des Schnees und die Härte des Klimas ein. Diese Leinwand, die zum Zeitpunkt dieser Ausstellung im März 2026 noch nicht getrocknet ist, spiegelt ein Leben in Bewegung wider: das eines Künstlers, der die Regeln des Gesetzes gegen die Freiheit des Schaffens eingetauscht hat.

Besuchen Sie die Seite von Artemis Irenäus

Isabelle Morin: Die Klarheit des Augenblicks

Mit Isabelle Morin verlässt das Selbstporträt das Atelier und begibt sich an die frische Luft der Dordogne. Dieses im Sommer 2025 entstandene Werk zeigt die Künstlerin in ihrem Element: in der Natur, im Sommerlicht und in der puren Freude am Schaffen. Mit ihrem fest auf dem Kopf sitzenden Hut und dem verschmitzten Blick hinter ihrer Brille zeigt uns Isabelle ein Bild von sich selbst, das voller Leben und Spontaneität ist. Es ist ein Selbstporträt, das nicht beeindrucken will, sondern einen Moment einfachen Glücks teilen möchte.

Ein Sommer in der Dordogne: Das Licht malen
Dieses Selbstporträt versetzt uns sofort in die sanfte Wärme eines Nachmittags im Juli 2025. Isabelle Morin stellt sich selbst in voller Aktion vor ihrer Staffelei auf dem Land dar, im Hintergrund die typische Architektur und üppige Vegetation des Périgord. Die Verwendung warmer Farben – das leuchtende Orange ihres Oberteils passt zu den Ockertönen der Erde – taucht die Szene in eine sonnige und optimistische Atmosphäre.
Die Leichtigkeit des Strichs und des Geistes
Im Gegensatz zu eher formellen Inszenierungen setzt Isabelle hier auf Spontaneität. Der Strich ist locker, fast skizzenhaft, lässt das Papier atmen. Man sieht die Künstlerin, wie sie ist: eine leidenschaftliche Schöpferin, die sich ohne zu zögern mit einem Hauch von Humor und viel Authentizität selbst skizziert. Die Komposition mit dem Spiralblock im Vordergrund unterstreicht, dass Kunst für sie eine tägliche Reise ist, ein Reisetagebuch, in dem jeder Moment festgehalten werden sollte.

Besuchen Sie die Seite von Isabelle Morin

Das gesamte Team der Galerie Koronin hofft, dass Ihnen dieser kurze, aber aufrichtige Einblick in das Privatleben unserer Künstler ebenso viel Freude bereitet hat wie uns die Zusammenstellung dieser Ausstellung. Vielen Dank, dass Sie uns auf diesem künstlerischen Abenteuer begleitet haben.

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