Zeitgenössische figurative Malerei

Wenn eine Online-Kunstgalerie auf Künstler trifft, deren Sensibilität voll und ganz mit den hohen technischen Anforderungen der zeitgenössischen figurativen Malerei übereinstimmt, zögert sie nicht, ihnen ihre Räume zu öffnen.
Unabhängig von Modetrends und fernab von den Zwängen des Marktes sind es diese Begegnungen, die unserem Ansatz Sinn verleihen.

Zum Jahresende erhielt das Schweizer Team eine Nachricht von Vestara Psod, dass neue Gemälde zur Enthüllung bereit seien. Artemis Irenäus und Natascha begaben sich daraufhin in ihr Atelier. Die Erkenntnis war sofort offensichtlich.

Vestara Psod ist keine Malerin des Bruchs oder des Manifests. Ihre Arbeit zielt weder auf Anprangerung noch auf Provokation ab. Sie bewegt sich in einem anderen, heute selteneren Bereich: dem des schwebenden Augenblicks.

 

Die Kunst des festgehaltenen Augenblicks

Artiste peintre d’origine suisse, Vestara Psod s’est imposée dans le paysage de l’art contemporain par sa maîtrise remarquable de la peinture à l’huile et par son attachement profond aux traditions classiques. Formée à la rigueur du dessin académique, elle place le modèle vivant au cœur de sa démarche. Chaque œuvre naît d’une rencontre en atelier, où la pose, la lumière et le temps dialoguent pour révéler l’essence du sujet.

Rien n’est figé. Tout est attentif.

Musik als Präsenz

Die Musik durchzieht ihr Werk wie ein ständiger Atemzug. Sie erscheint darin nicht als bloßes Motiv, sondern als innere Präsenz. Vestara Psod malt nicht nur Musiker: Sie malt die Stille nach dem Ton, die Konzentration, die heilige Müdigkeit nach dem Üben und die fast körperliche Beziehung zwischen Körper und Instrument.

Ihre Gemälde fangen jene Momente der Hingabe ein, in denen der Körper, befreit von jeglicher Leistung, seine Verletzlichkeit und Anmut wiederfindet.

 

Zeitlose Ästhetik

Beeinflusst von den Meistern des 19. Jahrhunderts zeichnet sich ihre Arbeit durch eine subtile Wiedergabe der Materialien aus: die Wärme eines Cellolacks, die Weichheit einer Haut, der skulpturale Fall eines Seidenvorhangs. Durch die Verbindung einer anspruchsvollen klassischen Technik mit zutiefst zeitgenössischen Kompositionen lädt Vestara Psod den Betrachter in einen Raum der Ruhe und Kontemplation ein, in dem die Zeit still zu stehen scheint.

Angesichts dieser Werke – Ölgemälde auf Leinwand, in denen die Körper voll und ganz existieren – hörten wir innerlich widerhallen: Sainte-Colombe, Chopin, Erik Satie… manchmal Barbra Streisand, manchmal Kate Bush die singt:
« Ganz tief unten, in den Tiefen, gibt es ein Licht.. »

In einer Zeit voller Spannungen, Anspannungen und brutaler Umwälzungen in der Welt tut diese Stimme der Lebewesen besonders gut.

Studie zu einem der Werke von Vestara Psod

Vestara Psod, «Junge Frau, die auf meinem Schreibtisch sitzt», Öl auf Leinwand, 100 x 100 cm – 2025. Das lebende Modell ist Imke Embach, eine Freundin von Vestara Posd und Artemis Irenäus von Baste.

Betrachten wir dieses Ölgemälde zunächst so, wie man es in einem stillen Raum tun würde.

Was sofort auffällt, ist die Zurückhaltung. Nichts ist spektakulär, nichts wird frontal präsentiert. Der Körper ist nackt, ja, aber er wird nie zur Schau gestellt: Er ist zurückgezogen, fast wie von sich selbst geschützt. Die Haltung spricht vor dem Fleisch. Man spürt eine sehr starke Innerlichkeit, eine junge Frau, die von einer einfachen, fast häuslichen Geste eingenommen ist – abwischen, binden, einen Stoff festhalten –, als wäre die Außenwelt für einen Moment verschwunden.
Die Präsenz des Cellos im Hintergrund ist von entscheidender Bedeutung. Es ist nicht dekorativ. Es schafft einen Kontrapunkt, einen stillen Atemzug. Man hört es nicht, aber man weiß, dass es da ist. Wie eine innere Musik oder eine klangliche Erinnerung. Die Bücher schließen den Raum: Es ist ein Ort des Denkens, des Studierens, vielleicht der gewählten Einsamkeit.

Die Malerei ist in ihrer Meisterschaft zutiefst klassisch, aber in ihrer Sichtweise absolut zeitgenössisch. Es gibt weder Provokation noch übertriebene Anspielungen. Vestara Psod versucht nicht, den Akt zu kommentieren: Sie lebt ihn. Die Modellierung ist sanft, fast taktil, das Licht streichelt, ohne jemals zu betonen. Die Zeit scheint still zu stehen – wir sind weit entfernt von jeder anekdotischen Erzählung.

Was ich vor allem empfinde, ist eine große stille Würde.
Ein Körper, der nichts verlangt.
Ein Blick, der unseren nicht sucht.
Und für den Betrachter eine Einladung, langsamer zu werden.

Natascha und Team Lumen

Une peinture à l’huile sur toile de lin représentant un corps de femme nu assis sur un bureau. Ce travail, de facture plastique assez classique mais aux coups de pinceaux apparents et vibrants a été réalisé dans la ville de Chur, chez l’artiste.

«Junge Frau, die auf meinem Schreibtisch sitzt», Öl auf Leinwand, 100 x 100 cm – 2025.

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