E Popeia
Die Poetik der reduzierten Erinnerung
E Popeia stammt aus Charente-Maritime. Sie erzählt, dass sie ins Leben getreten sei wie in ein verlassenes Geschäft: Niemand habe ihr „Guten Tag“ gesagt. Und wäre sie Meteorologin gewesen, hätte sie ihr Leben mit einem einfachen Sprichwort zusammengefasst: „Alles zu seiner Zeit“.
Mit ihrem künstlerischen Ansatz, den sie weder der figurativen Kunst noch dem Expressionismus zuordnen möchte, setzt sie von Anfang an mit bissigem Humor Grenzen:
„In der Kunst wollte ich nie ein braves Mädchen sein. Ich habe zu viel Angst, in Schwierigkeiten zu geraten. Ich nutze meine Erinnerungen: Eine Erinnerung ist kein Foto, sondern eine Ablagerung. Die Künstlerin, die ich bin, kopiert nicht, sondern gibt das wieder, was dem Vergessen entgangen ist. Das Gedächtnis wirkt wie ein Filter: Es filtert das Anekdotische und die überflüssigen Details heraus, um nur das Wesentliche zu bewahren, das emotionale Gerüst des Themas. Ich nehme meine Papiere und bedecke sie mit Farben, die ich empfinde.“
Der Vorrang der Empfindung gegenüber dem Sehen
Indem er sich vom physischen Vorbild entfernt, befreit sich unser Künstler von der Tyrannei des Details. Der Erinnerungsprozess bewirkt eine natürliche Klärung, die die Form vereinfacht. Man erinnert sich nicht an eine bestimmte Farbe, sondern an die Wärme eines Lichts oder die Melancholie eines Ortes.
Eine poetische und synästhetische Rekonstruktion
E Popeia sucht nicht nach der optischen Wahrheit, sondern nach der sinnlichen Wahrheit. Sie setzt synästhetische Wahrnehmungen – wie den Wind, Geräusche oder die Emotion eines Augenblicks – in Formen und lebendige Nuancen um. Die Erinnerung erfindet die Realität durch das Prisma der Sinne neu. Was die Malerin auf Papier oder Leinwand bringt, ist nicht das Objekt selbst, sondern die tiefe Resonanz dieses Objekts in ihrer Psyche.
In diesem Sinne ist Abstraktion bei E. Popeia kein Bruch mit der Realität mehr, sondern die logische Fortsetzung einer geläuterten Erinnerung.
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E Popeia – Sur le marais – Galerie Koronin
E Popeia, Sur le marais, 2025. Aquarelle, crayon et papier. Galerie Koronin.
E Popeia – Sur la campagne 3 – Galerie Koronin
E Popeia, Sur la campagne 3, 2025. Aquarelle, gouache, crayon et papier.
E Popeia – Sur la campagne deux – Galerie Koronin
E Popeia, Sur la campagne deux, 2025. Aquarelle, gouache, crayon et papier.
E Popeia – Reflets sur le pont – Galerie Koronin
E Popeia, [Titre de l’œuvre], 2026. Aquarelle, pastel, crayon et papier.
E Popeia – Rideau des eaux Charente – Galerie Koronin
E Popeia, Rideau des eaux (Charente), 2026. Aquarelle, pastel et papier.
E Popeia – Sur le marais Charente – Galerie Koronin
E Popeia, Sur le marais (Charente), 2026. Aquarelle, crayon et papier.
E Popeia – Sur la plage Charente – Galerie Koronin
E Popeia, Sur la plage (Charente), 2026. Aquarelle, crayon et papier.
E Popeia – Sur le village – Galerie Koronin
E Popeia, Sur le village, 2024. Aquarelle, gouache, acrylique, peinture tissu sur toile.
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