Anja Dallenbach

Anja Dallenbach isch Schwiizerin und lebt in Meggen im Kanton Luzern. Zäme mit Vestara Psod und Artemis Irenäus von Baste ghört si zu ere Generation vo Künstlerine, wo sich mit grosser Entschiedenheit dr Ölmalerei auf Leinwand zuewendet – in sehr freie, offene Kompositione.

In ere Zyt, wo einigi Kunstkritiker und konzeptuelli Strömige dr «Tod» vo dr Malerei usg’ruefe händ, beweist Anja Dallenbach – genau wie ihri zwei Schwiizer Kolleginne – s’Gegenteil.

Zwüsche em Erbe vo Abstraktion und Figuration rehabilitiert si dr Akt vom Male in sinere volle Spontaneität. Es isch e kraftvolli Rückkehr zur Materie, zur Farb und zu de Wurzle vom künstlerische Usdruck: zur malerische Geste. Die Geste wird zu ere echte Wiederentdeckig vo dr Ölmalerei auf Leinwand, wo nüm als starri Darstelligsform verstande wird, sondern als e dynamische, lebendige Ruum, fähig, d’Komplexität vo üserer Zyt abzubilde.

So isch Anjas plastischs Werk nid nume e Antwort uf e Epoche, wo mer glaubet het, alles sei scho gseit. Es isch vor allem e Iiladig, neu drüber nachz’dänke, was es hüt heisst, Künstlerin z’si.

Dr Akt vom Widerstand: Ölmalere

Dr « Tod vo dr Malerei » – e churzlebigi Idee, wo i de 1970er-Johr vo Vertreterinne und Vertreter vo dr Konzept- und Videokunst verbreitet worde isch – het paradoxerwiis genau s’Gägeteil bewirkt: e Bruch, us dem öppis Neues entstange isch. D’Werk vo Anja Dallenbach und ihre Wegg’fährtinne zeiged ganz klar, dass d’Malerei no lang nid verschwunde isch. Im Gäge: Si erlebt hüt e belebende Ufschwung i dr zeitgenössische Kunst.

Mit eme Ansatz, wo d’Energie vo dr lyrische Abstraktion und d’Fliessendkeit organischer Forme ufnimmt, macht Dallenbach d’Leinwand wieder zu eme unerschöpfliche Experimentierraum. E Ort, wo sich Farbe, Bewegung und Gfühl frei entfaltet chönd.

In ihre Kompositione, i dene d’Farbe mit spürbarer Sinnlichkeit wirbled, sich überlagered und miteinand reagiered, bringt Dallenbach e visuelli Dynamik zum Usdruck, wo s’Läbe, dr Körper und d’menschliche Emotione bejaht. Si ladet üs ii, dr Rychti vo dr bildende Kunst neu z’entdecke – als taktiles Medium, aber au als Ruum vom reine Usdruck.

So versöhnt ihri Arbeit Vergangeheit und Gägewart, s’Erbe vo dr klassische Malerei und d’Explosion vo moderne Forme.

« Es goht nid um figurativi oder abstrakti Kunst, sondern um dr Versuch, genau dä Moment z’male, i dem mer sich sinere eigene Grenze nümm bewusst isch. »

Anja Dallenbach

Ölmalerei und Freiheit?

« Ich ha vil Kunstgalerie bsuecht und han mi ohni grosse Erfolg a Gemeinschaftsausstellige probiert. Ich ha vil G’lehrti ghört, wo mir mit viel Eifer händ erkläre wölle, was Kunst isch – und was nid. All däne Lüt han i widersproche. Nei, i wirde mi nid eurer Sicht uf d’Ölmalerei beuge. Nei, dir werded mir nid vorschribe, was i söll male.

I ha vil Büecher gläse, au Büecher über Ölmaltechnike. Im Unterschied zu G’lehrte händ Büecher e grosse Vorteil: Si versueched nie, ein z’überzüge.

Und denn ha i am Rand vo ere Usstellig im Kunsthaus Züri Artemis Irenäus und Philippe troffe. Si händ de Mensche zeigt, dass es Kunstwerk vor allem en Uschtusch isch – zwüsche dr Sensibilität vom Künstler und der vom Publikum. Das han i grossartig gfunde. Mir händ mit Vestara Psod bi ihne z’Abig ggässe, und i han mi dr Gruppe agschlosse. »
Anja Dallenbach

Dr Tanz vo de Element?

Anjas Arbeit isch e Hommage a d’Bewegig, ganz im Sinn vom amerikanische Action Painting. Unter ihrem Pinsel oder em Spachtel schwebed Körper i « Luftchroniken » devo oder gäbed sich i « Abendtrunkenheit » hi. Ihr Blick uf d’Natur, wie i « Der unausgesprochene Reichtum der Jahreszeiten », zeigt e seltni Sensibilität für d’Zykle vom Läbe und für s’Flüschtere vo unsichtbare Gärte.

Anja Dallenbach, dere Werk i dr Galerie France-Suisse uusgstellt sind, het sich als eini vo de wichtige Stimme vom zeitgenössische Expressionismus etabliert. Si bietet de Beträchterinne und Beträchter es immersivs Erlebnis, bi dem jede Pinselstrich e Schwingig isch und jede Leinwand e Hauch vo Läbe.

Natascha

Anja Dallenbach est une artiste qui pratique la peinture à l’huile sur toiles. Elle est originaire de Suisse, dans le canton de Lucerne. Elle est ici dans son atelier devant une de ses œuvres.

Anja Dallenbach in ihrem Atelier.

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